Schimmel an der Wand - Was tun

Kategorien: Gesundheit Putzen Haus

Was tun bei Schimmelbildung im Haus
In Räumen mit zu hoher Luftfeuchtigkeit kann Schimmel entstehen. Falsches Lüften und Heizen begünstigen das schlechte Raumklima. Auch verschiedene Baumängel können Ursache sein. Da sich eine Belastung für die Gesundheit daraus ergeben kann, sollten Sie unbedingt handeln! Überprüfen Sie die Luftfeuchte in Ihrem Haus und ergreifen Sie Gegenmaßnahmen, falls diese dauerhaft zu hoch sein sollte und sich erster Schimmelbefall zeigt.

Ursachen für Schimmelbildung
Ist die Luftfeuchtigkeit zu hoch, kann sich mit der Zeit Schimmel bilden. Ursache für die feuchte Luft kann falsches Lüften oder unzureichendes Heizen in den kalten Monaten sein. Bauliche Mängel spielen ebenfalls eine Rolle. In modernisierten Alt- oder Neubauten können fehlende Lüftungssysteme und eine nicht sachgemäße Wärmedämmung für eine hohe Luftfeuchte sorgen. Trifft feuchte Luft auf kalte Außenwände kondensiert sie.
Schimmel an der Wand - Was tun - Schimmel an eine Lüftung© photosampler / depositphotos

Undichte Dächer oder Kellerwände können sogar dafür sorgen, dass es zu einer Durchfeuchtung großer Wandflächen kommt.
Die eigene Gesundheit hängt auch vom Raumklima ab. Schimmelbildung zu verhindern, ist deshalb sehr wichtig! Nicht immer ist der Schimmel sofort zu sehen. Mit einem Schimmeltest können Sie schnell feststellen, ob Ihr Haus betroffen ist.

Schimmelbildung im Haus
Über 0 Grad Celsius Raumtemperatur und eine Luftfeuchtigkeit von etwa 80 Prozent sind gute Bedingungen für Schimmelpilze. Ab einer bestimmten Konzentration zeigen sich Schäden am Putz, an den Tapeten und später auch im Mauerwerk. Schimmelsporen sind anspruchslos. So kann Schimmel sich auch auf Untergründen mit Staub Anhaftung bilden. Die Schimmelbildung beginnt meist an Wärmebrücken in Fensternähe, innen an Außenwänden, die mit Möbeln verstellt sind, sowie im Bad.
Schimmelgifte sind nicht gut für die Gesundheit! Sie können Hautreizungen, Erschöpfungszustände und Atemwegserkrankungen verursachen. Auch können sie das Immunsystem angreifen und Allergien auslösen.

Einen Schimmelbefall feststellen und beseitigen
Es beginnt meist recht harmlos. Auf Tapeten, Wandanstrichen oder in hellen Fugen bilden sich kleine braune oder schwarze Stellen. Allerdings wachsen diese Flächen mit der Zeit, wenn Sie nichts tun und die Wachstumsfaktoren wie hohe Luftfeuchte bestehen bleiben. Es ist also wichtig, dass sie sofort Gegenmaßnahmen ergreifen. Ziehen Sie in Betracht, dass das Problem hinter Schränken größer sein könnte, als Sie annehmen. Besonders in Schlafräumen müssen Möbel von der Außenwand weggerückt werden.

Gibt es größere Stellen mit Schimmel, müssen Sie einen Fachmann mit der Beseitigung beauftragen. Bei einem Mietobjekt ist der Vermieter zu informieren. Kleinere Stellen können Sie selbst behandeln. Einfaches Putzen reicht allerdings nicht aus. Im Baumarkt gibt es entsprechende Mittel. Als Hausmittel gelten Essig, der allerdings nicht auf gekalkten Wänden angewendet werden darf. Auch Alkohol und Brennspiritus sind geeignet. Die Anwendung muss einige Male wiederholt werden. Bei trockenen Flächen kann Wasserstoffperoxid verwendet werden.

Bei der Bekämpfung von geringem Schimmelbefall sind Verhaltensregeln zu beachten. Tragen Sie Mundschutz, Gummihandschuhe und Schutzbrille und ziehen Sie einen Einwegoverall an, um Augenreizungen, Hautkontakt und das Einatmen von Schimmelpilzsporen zu vermeiden. Putzen Sie mit den Lappen, Schwämmen und Bürsten nach der Behandlung nicht weiter, sondern entsorgen Sie die Utensilien, um eine weitere Ausbreitung der Sporen zu vermeiden.
Schimmel an der Wand - Was tun - Schimmel bei einem Fenster© burdun / depositphotos

Raumklima nachhaltig verbessern
Sobald festgestellte Baumängel behoben sind, sollte es einfacher für Sie sein, ein Raumklima zu schaffen, das Schimmel im Haus vermeidet. Dennoch kann durch Duschen oder Kochen in Bad und Küche eine hohe Luftfeuchtigkeit entstehen. In Schlafräumen entsteht über Nacht ebenfalls eine hohe Luftfeuchte. Ist der Raum unbeheizt und liegt die Raumtemperatur unter 16 Grad Celsius, kommt es zu Kondenswasserbildung. Deshalb sollten Sie Schlafräume in Winter nicht auskühlen lassen.

Richtiges Lüften ist für alle Räume wichtig. Bewährt hat sich das Stoßlüften, das möglichst drei- oder besser viermal täglich für 3 bis 5 Minuten angewendet werden sollte. Nach dem Duschen oder Kochen müssen Sie sofort lüften. Das sollte zur Gewohnheit werden. Nutzen Sie zur Kontrolle der Raumtemperatur und der Luftfeuchtigkeit ein Thermo-Hygrometer!

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