Streupflicht in Deutschland

Sicher durch den Winter

Kategorien: Garten Haus

Trotz Glatteis und Ausrutschgefahr sicher durch den Winter
Die kalte Jahreszeit ist leider regelmäßig unvermeidbar und stellt den Menschen in Form von Schnee und Glatteis vor einige Herausforderungen. In den frühen Morgenstunden des Winters, wenn es geschneit hat oder die Feuchtigkeit vom Tauwetter wieder gefroren ist, ist es wichtig, schnell zu handeln, bevor es zu Unfällen kommt.
Mit Salz oder Splitt dem Glatteis entgegenwirken - streuen© M.Dörr & M.Frommherz

Warum ist Streuen notwendig?
In Deutschland ist die Räum- und Streupflicht als Verkehrssicherungspflicht gesetzlich vorgeschrieben. Wird eine Person durch Glatteis auf Flächen oder Wegen verletzt, kann sie auf der Grundlage des § 823 BGB Schadensersatz von demjenigen verlangen, der die glatten Flächen nicht gestreut hat.

Die Verpflichtung zum Sandstrahlen ist in der Regel in einem kommunalen Gesetz, wie dem Straßenreinigungsgesetz, geregelt. Sie legt auch fest, wann Eigentümer für "ihren" Teil der Straße und des Gehwegs verantwortlich sind. Rechtlich gesehen ist es sogar sinnvoll, bei einem strengen Winter mehrmals am Tag gegen das Unfallrisiko vorzugehen.

Kehren, Schaufeln oder Kratzen?

All diese Dinge müssen in der richtigen Reihenfolge getan werden. Als erstes ist es wichtig, die rutschige Oberfläche abzustumpfen, um der Gefahr des Ausrutschens entgegenzuwirken. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sand, Kies, feiner Schotter oder Asche aus dem Kachelofen zur Rutschsicherung gestreut wird. Dann muss die Ursache beseitigt werden. Dann ist Schneeräumen angesagt, und mit dem Besen werden feine Rückstände oder geschmolzener Schnee entfernt. Auf dem Bürgersteig sollte eine Breite von etwa 1 Meter vorhanden sein, auf der zwei Personen aneinander vorbeigehen können.

Schotter oder Salz?

Nur wenn eine feste Eisschicht auf dem Weg liegt, sollten Sie Kochsalz verwenden, da es das Eis auflöst, aber gleichzeitig viele Nachteile hat. Oft ist der Einsatz von Salz in bestimmten Gebieten bereits durch kommunale Satzungen verboten. Außerdem ist das Schneeräumungssalz schädlich für die empfindlichen Pfoten von Tieren, wie z. B. Hunden, die trotz der Witterung laufen müssen.

Schotter, insbesondere die etwas gröbere, zerkleinerte Form, reicht oft aus, um die Straße bei Glätte stumpf zu machen. Als zusätzlicher Bonus kann dieser, oder auch Sand, bei Tauwetter weggefegt und im nächsten Jahr wiederverwendet werden. Bei leichtem Schneefall bietet Schotter oft eine ausreichende Rückmeldung.
Mit Salz oder Splitt dem Glatteis entgegenwirken - Schnee schieben© bierwirm / Fotolia

Der Glatteisbildung kann auch durch zeitweises Kehren entgegengewirkt werden, so dass nur noch mäßige Mengen Salz gestreut werden müssen. Besonders gefährlich ist oft gefrierende Feuchtigkeit, der man vorbeugend mit ein wenig Salz entgegenwirken kann. In diesem Stadium würde leider auch Sand oder Asche einfrieren und unwirksam bleiben.

Facebook Twitter Xing Linkedin

Ähnliche Beiträge

Diese Beiträge in der Kategorie Haus könnten Sie auch interessieren

Werbung